Die Alte Försterei


Die Spielstätten des Vereins

Bevor Union im Jahr 1910 die erste feste Spielstätte in der Wattstraße am nordwestlichen Ende von Oberschöneweide (südwestlich der heutigen Trabrennbahn Karlshorst) bekam, hatte die Mannschaft auf dem heutigen Gelände der AEG sowie auf dem Gelände der N.A.G. gespielt.

Zehn Jahre spielte der Verein in der Wattstraße, bevor die Mannschaft 1920 dem Wohnungsbau weichen musste und in den Südosten Oberschöneweides umzug: Kurz vor dem Ortseingang von Köpenick am Rande der Wuhlheide entstand das Stadion An der Alten Försterei. Zunächst waren die Vereinsmitglieder nicht sehr erfreut über den Umzug, da die neue Sportanlage relativ weit außerhalb des Ortes lag. Daher wurde in der Folgezeit bei Siegen Unions oft von der „Rache für Sadowa“ gesprochen. Der Name Sadowa resultierte aus dem gegenüber dem Stadion gelegenen Restaurant und war eine Anspielung auf die Schlacht von Königgrätz im Deutschen Krieg von 1866, und den österreichischen Racheschwur, den die Franzosen sich zu eigen machten. Des Weiteren stand der Name auch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts für die Wuhlheide selbst.

Das anfangs 10.000 Zuschauer fassende Stadion blieb bis in die 1970er Jahre relativ unverändert. Danach wurden umfangreiche Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, welche die Kapazität auf 22.500 Plätze erhöhten und der Anlage einen Ansageturm sowie eine elektronische Anzeigetafel (welche heute allerdings nicht mehr existiert) brachten. An den Umbaumaßnahmen waren Spieler, Funktionäre und Fans des Vereins unentgeltlich beteiligt. Im Jahr 2000 kam es zu erneuten Baumaßnahmen, deren Resultat eine überdachte Sitzplatztribüne war. Die Zuschauerkapazität musste allerdings aufgrund von Sicherheitsauflagen des DFB auf 18.100 Zuschauer zurückgestuft werden.

Im Januar 2007 wurden vom Verein die Planungen zur lange verzögerten Modernisierung des Stadions bekannt gegeben. Die Stehränge sollten renoviert und überdacht, die Haupttribüne komplett neu gebaut und mit Logen ausgestattet werden. Außerdem sollte im Stadion eine Rasenheizung und Videowand sowie außerhalb der Arena 450 Parkplätze installiert werden. Die Kosten für die später 23.000 Zuschauer fassende Spielstätt wurden auf circa 17 Millionen Euro geschätzt.[ Das Projekt ließ sich jedoch in dieser Form nicht realisieren, da die Übereignung des Stadiongeländes vom Land Berlin an den Verein für den symbolischen Preis von einem Euro – eine der Hauptvoraussetzungen für den Umbau – durch die Europäische Union aufgrund des Verdachts zu hoher Subventionierung nicht genehmigt wurde.Nach weiteren Verhandlungen zwischen dem 1. FC Union und dem Land Berlin darüber, wie das Land (als Besitzer der Immobilie) die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs für die zweite oder dritte Liga gewährleisten kann, wurden nach dem Abschluss der Saison 2007/08 mit allen dafür notwendigen Baumaßnahmen begonnen sowie Anfang September ein Erbbaurechtvertrag für das Stadion abgeschlossen.[Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich bis zum Start der Rückrunde 2009 andauern.

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